Alexander Sindermann

Tipp vom Fachmann – Artikel Lindenberg Aktiv – Leben aus Depoterträgen

Endwerte von 100.000 Euro
Merkmale unserer nvestmentstrategien

2017 hatte der DAX seinen 30jährigen Geburtstag. Lindenberg aktiv hat mit dem Fachwirt für Finanzberatung (IHK) und Bankkaufmann Alexander Sindermann von „Alexander Sindermann Finanz- & Vermögensmanagement“ (AS F&V) in Lindenberg darüber gesprochen.

Lindenberg aktiv (LA): Herr Sindermann, war der Dax-Geburtstag ein „runder Geburtstag“ für die Anleger?

Alexander Sindermann (AS): Kann man sagen – letztes Jahr legte speziell der deutsche Aktienindex um gut 12% zu. Wer im Jahr 1987 1.000 Euro in den DAX investierte hatte, darf sich nun zum 30. Geburtstag über knapp 13.000 Euro freuen.

LA: Gibt es diese Kunden?

AS: Ja und Nein. Grundsätzlich gibt es Menschen, die in Aktien investieren. Die wenigsten tun es jedoch ausreichend lange. Viele realisieren zu früh ihre Gewinne oder steigen in schlechten Phasen wieder aus. Speziell in Deutschland ist das ein Problem.

LA: Experten meinen, dass die deutsche Bevölkerung „falsch“ spart – was ist damit genau gemeint?

AS: Vergangenen Herbst veröffentlichte die Allianz ihren Global Wealth Report. Darin untersucht die Allianz die Entwicklung des weltweiten Geldvermögens. Ein interessanter Aspekt, der daraus hervorgeht ist, dass beispielsweise die Finnen und Holländer in Europa die höchsten Renditen mit ihrem Geldvermögen erzielen. Gut 6 – 8% p.a. im Zeitraum 2012 – 2016. Wir deutschen und die Österreicher liegen auf den letzten Plätzen. Eine zweite wichtige Erkenntnis die sich aus dieser Studie ergib: Wir Deutschen sparen hauptsächlich aus unserem Arbeitseinkommen. Fast alle anderen europäischen Länder sparen aus dem Vermögenseinkommen. Also anders gesagt:‚ wir arbeiten hart gegen die niedrigen Zinsen – alle anderen legen ihr Geld einfach anders an und haben mit weniger „Einsatz“ mehr Vermögenswachstum.

LA: Was sind die Folgen?

AS: Eine sehr gute Frage und sie interessiert uns am meisten. Nehmen wir mal an, wir leben in einer Welt, die immer produktiver wird, in der Arbeit aus Einkommenssicht an Bedeutung verliert (weil z.B. die Grenzkosten durch Einsatz von Technik fallen oder auch durch zunehmend effizientere Betriebsabläufe in Unternehmen) – von was leben die Menschen dann auskömmlich in der Zukunft? Oder wenn im Alter die gesetzliche Versorgung nicht reicht? In unseren Szenarien nimmt die Bedeutung am privaten Vermögen zu. Und da haben wir noch sehr großen Lernbedarf – es geht am Ende schlichtweg um die Verschiebung und Erhaltung von Wohlstand. Die Renditen an den Märkten sind so oder so da! Die Frage ist nur, wer bekommt diese?

LA: Wie sehen Ihre konkreten Lösungen aus?

AS: Grundsätzlich ist Rendite die eine Seite der Medaille. Damit Sie höhere Renditen bekommen, müssen Sie immer ein bestimmtes Maß an Risiken eingehen und genau darin liegt für viele Menschen der Hund begraben. Das „5%“ mehr ist als „1%“ das kann man gern dem ein oder anderen auch noch haptisch vermitteln. Doch was bedeutet konkret „Risiko“ und vor allem was bedeutet es für den Einzelnen und sein Leben? Bevor wir also in die Lösung einsteigen können, müssen Sparer und Investoren sich selbst in dieser Frage besser kennen lernen. Dabei helfen wir ihnen im ersten Schritt. Im zweiten Schritte erarbeiten wir die Bedeutung dieser Zusammenhänge für unsere Kunden raus. In der Abbildung 1 sehen Sie ein Depot mit einer Anlagesumme von 100.000 Euro. Diese Summe ist zur einen Hälfte in Aktien investiert und zur anderen in Anleihen. Aus diesem Guthaben kann ein Investor nun monatlich 417 Euro entnehmen. Betrachten wir das Restvermögen nach zehn Jahren, so sehen wir, dass im besten Fall jedes Jahr 5.000 Euro ausbezahlt wurden und am Ende noch ein Vermögen von 193.000 Euro vorhanden war. Im schlechtesten Fall waren es dann „nur“ noch 47.000 Euro. In den meisten Fällen bestand ein Restvermögen von 117.000 Euro. In meinen Augen eine sehr gute Alternative zur eigenen Arbeit und für viele Sparer und Anleger ein gangbarer Weg hinsichtlich Risiken, Aufwand, Wissensvoraussetzungen und Kapitaleinsatz.

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